Werner Schlierf

Sein Leben

Werner Schlierf (* 17. Mai 1936 in München; † 1. März 2007 München) war ein deutscher Schriftsteller.

1959 wurde Schlierf Bayerns jüngster Augenoptikermeister und machte sich 1960 in München-Giesing selbständig. 1961 bis 1962 besuchte er die Meisterschule für Maler und Vergolder und studierte nebenbei Philosophie, Theaterwissenschaft und griechische Mythologie. Im Anschluss daran studierte er von 1967 bis 1969 in Berlin Optometrie und schloss mit dem Diplom „Contactlinsenspezialist“ ab.

Schon 1960 begann er auch Gedichte, Geschichten, Romane und Theaterstücke zu schreiben. Einige Stücke wurden ins Englische, Französische, Italienische und ins Russische übersetzt. Bevorzugtes Thema war dabei die Nachkriegszeit.

Theateraufführungen gab es außer in München unter anderem im Stadttheater Meran (1983, Kehrum-Serum), im Off-Broadway New York (1985, Joe & Marianne), in Charkow in der Ukraine (1998, Joe & Marianne) und in der Volksbühne Bozen (2006, Traumfetzn). Viele seiner Stücke wurden sowohl im Hörfunk als auch im Fernsehen gesendet. Mit Franz Seitz schrieb er das Drehbuch zum Film „Big Mäc“ mit Thomas Gottschalk in der Hauptrolle.

Auch als Maler hatte Werner Schlierf Erfolg. Seine Bilder und Gemälde wurden nicht nur in etlichen Ausstellungen gezeigt, sondern auch in Büchern veröffentlicht.

Werner Schlierf wurde Mitglied des Künstlerkreises „Seerose“, des Verband deutscher Schriftsteller (VS), der Münchner Turmschreiber und des internationalen PEN-Club. Er war verheiratet und hatte zwei Söhne.

1983 wurde Werner Schlierf für seinen Roman "Mein Name steht im Sand" den Bayerischen Romanpreis ausgezeichnet. 1986 erhielt er von den Münchner Turmschreibern den "Bayerischen Poetentaler" und 2006 bekam er den "Friedl Brehm Preis".

Mit Stadtratsbeschluss vom 7. Juli 2011 wurde in München/Obergiesing - Fasangarten zwischen Spixstraße und Weißenseestraße ein Straßenzug nach ihm benannt.